Kommende

Ausstellung

Wir präsentieren in unserer kommenden Einzelausstellung, die Arbeit des Leipziger Künstlers Edgar Leciejewski.

Edgar Leciejewski - breathe in / breathe out

Liebe

FANGfreunde

Es ist soweit! Endlich können wir wieder ein klein wenig die Türen öffnen. Nach langer Pause tut es gut zu wissen, dass nun endlich wieder etwas Leben in unsere Metzgerei kommt. Um uns zu einer unserer Ausstellungen, oder einfach mal so besuchen zu können, nutzen Sie bitte unsere Terminbuchung, oder kontaktieren uns für eine individuelle Anfrage per Mail oder Telefon. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

In der Kunstmetzgerei arbeiten wir konzentriert an unseren kommenden Ausstellungen für dieses Jahr und freuen uns auf weitere tolle Zusammenarbeiten. Auch in der Antikmetzgerei arbeiten wir an einem Portfolio für unsere Website, so dass unsere Stücke hier für Sie sichtbarer werden. In Zeiten, wo keine Ausstellungen oder Events bei uns stattfinden, präsentieren wir ausgewählte Stücke im „Metzgershowroom“. Schauen Sie doch mal vorbei oder wagen Sie einen Blick durch unser Schaufenster. Sollte ein Stück Ihr Interesse geweckt haben, so kontaktieren Sie uns für eine Besichtung oder die Abholung. Wir freuen uns darauf.

Darüber hinaus können Sie in unserem Editionen-Sonderverkauf stöbern. Damit möchten wir den Beteiligten Künstler*innen Einnahmen ermöglichen, da die Kunst- und Kulturbranche nach wie vor sehr stark unter den Einschränkungen leidet. Sie können  mit Ihrem Kauf einen wertvollen Kulturbeitrag leisten. Vielen Dank dafür.

Wir freuen uns über weitere Hilfe um unseren schönen Laden weiterhin mit Leben zu füllen.

Sie können mithelfen, unsere denkmalgeschützte Jugendstilmetzgerei zu bewahren.

Dafür können Sie mit Ihrer Spende oder dem Erwerb unserer Kunsteditionen FANGretter*in werden.

Damit helfen Sie nicht nur FANG, sondern auch allen beteiligten Künstler*innen!

Wir danken euch sehr für eure Unterstützung.

kommende ausstellung

Edgar Leciejewski - breathe in / breathe out

breathe in / breathe out

Edgar Leciejewski

Ausstellungsdauer
14. Oktober – 12. November 2021

Vernissage
14. Oktober 2021, 17 – 21 UHR

Öffnungszeiten

Mittwoch & Freitag » 14 — 17 Uhr
Samstag 23.10. & 06.11. » 14 — 17 Uhr
Sowie mit Terminvereinbarung via Kontaktformular, per Email oder telefonisch.

Text zur Ausstellung

von Kito Nedo

Es klang wie eine Drohung, als Donald Trump nach einer Covid-19-Erkrankung im Oktober 2020 mit einer Massenveranstaltung seinen infektionsbedingt unterbrochenen Wahlkampf in Florida fortsetzte: »Ich werde jeden in diesem Publikum küssen. Ich werde die Kerle und die schönen Frauen küssen. Ich werde euch einfach allen einen dicken, fetten Kuss geben.«1 Der Skandal war kalkuliert, denn in Zeiten der Pandemie birgt ein Kuss mit Fremden (wie auch mit Freunden) durchaus ein hohes, womöglich sogar tödliches Übertragungsrisiko. Küsse – insbesondere die politischen –, daran erinnert diese Episode auch, waren vor der Pandemie eine alltägliche, aber wohl nie eine harmlose Sache. Genauso wenig übrigens wie das Händeschütteln, das der 45. US-Präsident während seiner Amtszeit in eine Art stummen Zweikampf auf der Weltbühne zu verwandeln wusste. All diese Gesten sind im Zuge neuer Hygieneregeln temporär größtenteils verschwunden und wurden durch distanzierte Formen der Begrüßung ersetzt.

Die gegenwärtige Situation wirft noch einmal ein besonderes Licht auf die neue Werkserie breathe in / breathe out von Edgar Leciejewski, die dem Sonderfall der Begrüßung gewidmet ist, die sich mit dem kühlem Begriff »Politiker:innenkuß« umschreiben lässt. Leciejewski stellt zweiundsiebzig Fotografien von Politiker:innen zu einer Bildfolge zusammen, die sich als Leporello inhaltlich-formal passend zu einer weltpolitischen Parade aufklappen lässt. Weil Leciejewski seine Bildauswahl auf den Zeitraum der vergangenen zwanzig Jahre beschränkte, lässt sich an der Serie mit den teilweise bizarren Fotografien unter anderem ablesen, dass der berühmte »sozialistische Bruderkuss« unter Ostblock-Machthabern keineswegs einen historischen Sonderfall darstellt. Auch demokratisch gewählte Politiker:innen setzen auf die Symbolkraft des öffentlichen Küssens.

»Wer küsst,« darauf wies vor einigen Jahren die Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Höflichkeitsforscherin Claudia Schmölders hin, »erinnert mit dieser Gebärde vielmehr an einen ganzen Hof von Bedeutungen, denn sie stiftet neben der physischen auch eine semantische Synapse. Man denke nur an die Friedensküsse unter Königen, an kniefällige Handküsse von Päpsten, an Verzweiflungs- und Leidenschaftsküsse auf Kreuze, Bilder und Reliquien aller Art. Ein rituelles Ensemble aus unserer Kulturgeschichte, das sich sogar auf intime Beziehungen, familiäre und bürgerliche Szenen übertragen läßt: auf den Elternkuß, den Versöhnungskuß, den besiegelnden Kuß vor dem Standesamt und so fort.«2 Mit breathe in / breathe out macht Leciejewski mit Hilfe der Fotografie klar, dass wir den Akt des Küssens nur zur Hälfte begreifen, wenn wir dabei ausschließlich an die Liebe und Zuneigung denken.

1 »›I’ll kiss everyone in that audience,‹ he said. ›I’ll kiss the guys and the beautiful women. Just give you a big fat kiss.‹« Zitiert nach: Maggie Haberman und Annie Karni, »›At a campaign rally, Trump offers to give ›a big fat kiss‹ to attendees«, New York Times, 12.10.2020, https://www.nytimes.com/2020/10/12/world/at-a-campaign-rally-trump-offers-to-give-a-big-fat-kiss-to-attendees.html?fbclid=IwAR37XK49W31-5h_gs8PpHFdIhznVlRJZsi7vBkknU5N_1KLfjldToH6aMUg

2 Claudia Schmölders, Claudia: »Auf weichen Küsse(n) gebettet«,. iIn: Alain Montandon,: Der Kuß. Eine kleine Kulturgeschichte,. Berlin: Wagenbach Taschenbuch 549, Berlin: 2006, S. 7–12, hier: S. 8.

Edgar Leciejewski (*1977 in Berlin)
lebt und arbeitet in Leipzig und Baden, Schweiz.

FANG — die Antik-& Kunstmetzgerei im Leipziger Südosten.

Ein Ort der Produktion, des Eigensinns und der Lust an Tradition und Experiment.

In einer kleinen ehemaligen und denkmalgeschützten Metzgerei aus dem Jahre 1904, treffen antike Stücke auf Jugendstil-Dekor, gepolsterte Gemütlichkeit auf gekachelte Sterilität, Altes und Seltenes auf angewandte und bildende Kunst.

Das Schöne und oft Vergessene, liegen uns am Herzen. Mit Liebe selektieren wir Stücke aus aller Welt für unser Sortiment.
FANG wurde 2017 von Antje Schaper und Paul Altmann gegründet.

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Antikmetzgerei

FANG ist diskursive Zeitmaschine und ein Wunderkämmerchen für allerlei Raritäten und schöne Objekte. Mit Leidenschaft sammeln wir Altes und Seltenes. Mit Liebe werden die Gegenstände aus vergangenen Zeiten aufbereitet, ihre Herkunft recherchiert und im Laden präsentiert. Hauptaugenmerk liegt auf den Geschichten, die diese Gegenstände erzählen und den Erinnerungen die ihnen ihre neuen Besitzer geben werden.

Wir freuen uns auf euren Besuch in unserem Laden!

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Kunstmetzgerei

Im FANG bieten wir Werke und Produkte aus den Bereichen der angewandten und bildenden Kunst. Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern aus verschiedenen Disziplinen wie Malerei, Fotografie, Konzeptkunst, Druckgrafik und weiteren. Ein Schwerpunkt der Sparte Kunst sind kuratierte Ausstellungen. Dabei verwandelt sich der Laden in regelmäßigen Abständen in eine Galerie und präsentiert konzentriert künstlerische Positionen.
Darüber hinaus ist FANG Atelier für Altmann und Schaper und bietet Raum für eigene künstlerische Prozesse.

Alle bisherigen und kommenden Ausstellungen und Künstler findet Ihr hier.

Wir sind Fang

Paul Altmann & Antje Schaper

Das Team

Antje Schaper
Paul Altmann

Antje Schaper liebt altes Design und sammelt für FANG Raritäten der letzten hundertfünfzig Jahre. Sie lebt und arbeitet als freie Grafikerin, Fotografin und Künstlerin in Leipzig.

Paul Altmann lebt und arbeitet als Künstler, Grafiker und Fotograf in Leipzig. FANG bedeutet für ihn Schreibtisch, Werkbank, Atelier und Galerie in einem, die perfekte Basis zur Verwirklichung seiner Ideen und künstlerischen Arbeit. Darüber hinaus geht er mit Antje Schaper auf Jagd nach schönen Dingen für FANG und gestaltet und verwirklicht mit ihr den Laden und die Ausstellungen.

FANG Studio Leipzig

Bis bald im

FANG

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